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Faszination Tauchen

Die bunte und vielfältige Unterwasserwelt fasziniert Menschen seit Jahrtausenden. Tauchen ist ein attraktiver Sport, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Wie Taucher mit einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung optimal vorbereitet sind.


Es sieht so leicht aus: Taucher gleiten schwerelos durchs Wasser. Doch leicht ist dieser Sport mitnichten. Dann er erfordert neben einer guten Ausbildung körperliche Fitness und psychische Stabilität. Beim schwerelosen Treiben in den Tiefen des Meeres müssen Taucher immer wieder gegen Meeresströmungen anschwimmen, welche oft unerwartet recht stark sein können. Ein gewisses Maß an Kondition, um entsprechende Strecken zurücklegen zu können, ist daher unabdingbar.

Doch auch psychisch müssen Taucher fit sein. Denn es können besondere Situationen eintreten. So können klaustrophobische Ängste aufkommen, wenn in Schiffswracks oder Höhlen getaucht wird. Oder auch Höhenangst, wenn sich an der Kante eines Riffs, plötzlich die Tiefe und Weite des Ozeans auftut. In solchen Situationen müssen Taucher Ruhe bewahren, um sich und andere nicht zu gefährden.

Inhalte der Tauchtauglichkeitsuntersuchung
Im Rahmen einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung steht an erster Stelle die Anamnese, also das Erheben der medizinischen Vorgeschichte. „Im Anschluss folgt eine gründliche, körperliche Untersuchung inklusive einer Otoskopie. Dies ist die Betrachtung des äußeren Gehörgangs und des Trommelfells“, erklärt Dr. Walter Mildenberger, Facharzt für Innere Medizin und Hausarzt in Falkensee bei Berlin, der in seiner Praxis auch Tauchtauglichkeitsuntersuchungen durchführt und entsprechende Bescheinigungen ausstellt.

Denn Taucher müssen mit zwei Grundproblemen des Wassersports fertig werden: Atmung und Druck. Je zehn Meter Tiefe steigt der Druck um einen Bar. Bei einer Wassertiefe von 30 Metern wäre die Lunge aufgrund des Drucks nur noch ein Viertel so groß wie an Land, wenn nicht das Atemgerät einen entsprechenden Gegendruck aufbauen würde.

Andere Körperhöhlen wie Ohren, Nasennebenhöhlen, Augen und selbst Zahnfüllungen sind von den Druckänderungen direkt betroffen. Spezielle, im Tauchkurs erlernte Belüftungstechniken sorgen dafür, dass der Taucher einen Ausgleich schaffen kann und es beispielsweise nicht zum Platzen des Trommelfells kommt. Aus diesen Gründen ist die genannte Otoskopie im Rahmen einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung besonders wichtig.

Weiterer Bestandteil der Untersuchung ist die Anfertigung eines Ruhe-EKG und die Durchführung einer Lungenfunktionsprüfung. Nur wenn alles ok ist, wird dem Taucher ein mehrsprachiges Tauch-Tauglichkeitszertifikat ausgestellt.

Solche Tauchtauglichkeitsuntersuchungen sollten regelmäßig wiederholt werden. So ist für Patienten im Alter von 18 bis 40 Jahren eine Nachuntersuchung alle drei Jahre ratsam. Vor dem 18. und nach dem 40. Lebensjahr ist eine Nachuntersuchung im Ein-Jahres-Rhythmus empfehlenswert.