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Pneumokokken-Impfung – wichtig für Senioren und chronisch Kranke

Die Pneumokokken Bakterien können Erkrankungen wie Lungen-, Mittelohr- und Hirnhautentzündungen auslösen. Warum daher eine Impfung wichtig ist.


Die Übertragung von Pneumokokken erfolgt mittels Tröpfcheninfektion. Erreger, welche sich im Rachenraum oder Atmungstrakt befinden, gelangen durch Niesen, Husten oder Sprechen an die Luft und werden von dort von anderen Menschen eingeatmet beziehungsweise gelangen über die Schleimhäute der oberen Luftwege in den Körper. Menschen über 60 Jahre, mit einem geschwächten Immunsystem z.B, durch chronische Erkrankungen wie Diabetes oder COPD/Asthma und Babys beziehungsweise Kleinkinder im Alter von zwei Monaten bis zwei Jahren sind hierbei besonders gefährdet, da das Immunsystem noch nicht entsprechend gewappnet ist.

So können beispielsweise Lungenentzündungen bei älteren Menschen sogar lebensgefährlich verlaufen und zwar deshalb, weil diese Erkrankung oft erst spät oder gar nicht erkannt wird. „Denn die typischen Anzeichen einer Lungenentzündung wie plötzlich auftretendes hohes Fieber, Husten mit Auswurf und Schüttelfrost treten im Alter eher selten auf“, erklärt Dr. Walter Mildenberger, Hausarzt und Facharzt für innere Medizin, in Falkensee bei Berlin.

Häufiger Auslöser für Lungenentzündungen
Pneumokokken zählen zu den häufigsten Erregern von Lungenentzündungen bei Erwachsenen. Hierzulande sind die Bakterien für etwa 100.000 bis 150.000 Lungenentzündungen ursächlich. Bei einem hohen Schweregrad der Infektion kann die Erkrankung trotz Behandlung tödlich verlaufen, was bei 10 Prozent der Betroffenen der Fall ist. So sterben in Deutschland jährlich 12.000 Menschen durch Pneumokokken-Infektionen. Weltweit sind es nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa zwei Millionen.

Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher eine Standardimpfung mit einem Impfstoff für alle Menschen über 60 Jahren. Diese Impfempfehlung hinsichtlich Erwachsener gilt auch für durch chronische Erkrankungen immungeschwächte Patienten unter 60 Jahren.