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Bleiben Sie ruhig zu Hause, wir kommen zu Ihnen!

Kann nur ein Arzt medizinische Hausbesuche durchführen? Nein! Eine nichtärztliche Praxisassistentin (NäPa), wie sie auch in unserer Praxis tätig ist, kann bestimmte Aufgaben vor Ort beim Patienten ebenso gut übernehmen – und damit Wege ersparen.


Ob es auf altersbedingte Gebrechlichkeit oder akute Krankheitszustände zurückzuführen ist: Sich zu Untersuchungen und Behandlungen in eine Arztpraxis zu begeben, bedeutet für manche Patienten eine Strapaze. Unter Umständen kann diese dann sogar die Erkrankung noch verschlimmern.

Gleichwohl können die Ärzte allenfalls einen begrenzten Teil ihrer Arbeitszeit „auf Achse“ zubringen. Denn erstens könnten sonst viel weniger Patienten versorgt werden, und zweitens werden oftmals die (technische) Infrastruktur und die Teamunterstützung in der Praxis benötigt. Ärztliche Hausbesuche sind und bleiben daher die Ausnahme.

Das heißt jedoch nicht, dass eine weitgehende Versorgung vor Ort bei den Patienten ausgeschlossen wäre. Möglich wird das durch nichtärztliche Praxisassistenten (NäPa), die eine spezielle Zusatzqualifikation – neben ihrer Ausbildung als Medizinische Fachangestellte – erworben haben.

Auch in der Praxis Dr. Walter Mildenberger in Falkensee ist die NäPa Claudia beschäftigt, zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten. „Meine Patienten sind froh, in einem Umfang zu Hause betreut zu werden, der einem Arzt allein nicht möglich wäre. In vielen Fällen braucht es zwar medizinische, aber nicht unbedingt ärztliche Kompetenz. Dank ihrer breiten Zusatzausbildung und in enger Abstimmung mit mir leistet Sw. Claudia den Patienten wertvolle, medizinisch fundierte Hilfe“, zieht Dr. Mildenberger ein positives Zwischenresümee.

Von Arzneimittelkunde bis zur Früherkennung
Die Fortbildung zur bzw. zum NäPa umfasst sämtliche fachlichen Bereiche, die bei Hausbesuchen relevant sein können. Die Absolventen sind mit den häufigen, auch geriatrischen Krankheitsbildern vertraut, kennen die palliativmedizinischen und onkologischen Abläufe, die vor Ort beim Patienten wichtig sind, und können in Ernährungsfragen beraten.

Zudem werden sie in Arzneimittelkunde und Wundmanagement ausgebildet, in Fragen der psychosomatischen und psychosozialen Versorgung, in Grundlagen der Vorsorge und Früherkennung. Hinzu kommen noch rechtliche Belange, telemedizinische Grundlagen und die Koordination und Organisation von Sozial- und Therapiemaßnahmen.

So verliefen denn die bisherigen Hausbesuche von Sw. Claudia denn auch allesamt ohne jegliche Komplikationen. Ihr neues Einsatzgebiet bereite ihr viel Freude, auch wenn natürlich oftmals unerfreuliche Anlässe ihr Kommen erforderten, berichtet die NäPa. Der intensive zwischenmenschliche Kontakt, die Dankbarkeit der Patienten und die Erfahrung, wirksame Hilfe leisten zu können, seien jedoch immer wieder Ansporn hinauszufahren.